23.03.17

Mobile Apps

Neben dem klassischen Webauftritt wird der Einsatz von mobilen Webseiten und Apps immer relevanter. Nutzer haben von überall die Möglichkeit über mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablets aber auch klassisch über das Notebook oder den Computer den Internetzugang zu nutzen und nach Informationen zu suchen.

Um den Webauftritt der neuen Entwicklung anzupassen und ihn weiter auszubauen bestehen mehrere Technologien, die neben diversen Vorteilen auch Nachteile mit sich bringen können. Doch worin bestehen die Unterschiede und welche Technologie ist die richtige zur Ergänzung des eigenen Internetauftritts? Ist eine individuelle Mobile Website die perfekte Lösung oder sollte doch besser auf responsive Webdesign oder gar eine App gesetzt werden? Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben, haben wir nachfolgend mögliche Optionen zusammengefasst.
 

Mobile Websites

Mobile Websites werden direkt über den Browser aufgerufen, sie werden speziell für die Nutzung auf mobilen Endgeräten entwickelt und sind unabhängig vom Betriebssystem auf allen Geräten aufrufbar. Um den Maßen und Auflösungen des Endgeräts gerecht zu werden, wird im Gegensatz zum Aufruf der Standard-Website, der Inhalt nur reduziert wiedergegeben. In den meisten Fällen wird sogar ein komplett individueller (und von der normalen Webseite abweichender) Inhalt bereitgestellt.

Zur Nutzung der Mobile Website ist kein zusätzlicher Download nötig und durch die reduzierte Darstellung lässt sie sich schnell laden. Von Nachteil ist jedoch, wenn  Informationen, nach denen der Nutzer sucht, infolge der Reduzierung nicht auffindbar sind. Zudem ist zum Aufruf der Mobile Website eine Internetverbindung zwingend erforderlich. Außerdem entfällt die Nutzung der Hardware, z. B. Kamera oder Mikrofon.
 

Responsive und adaptive Webdesign

Websites im Responsive oder Adaptive Webdesign werden ebenso wie die Mobile Website über den Browser aufgerufen. Jedoch wird der Inhalt nicht reduziert dargestellt sondern optisch angepasst und somit an die Möglichkeiten des Endgerätes angepasst.

Websites die im Adaptive Webdesign programmiert wurden, bewegen sich innerhalb eines festgelegten Rasters. Die Umbrüche zur Anpassung an die Darstellungsmöglichkeiten des Endgeräts können nur anhand des Rasters oder einem Elementblock innerhalb des Rasters erfolgen.

Im Unterschied dazu erfolgt die Anpassung der Elemente im Responsive Webdesign flüssig, Bedienelemente und Grafiken werden skaliert und der vorhandene Platz kann optimal ausgenutzt werden. Ein großer Vorteil des Responsive Webdesigns ist, dass eine nahezu gleichbleibende Bedienbarkeit auf allen Endgeräten gewährleistet wird.
 

Mobile App

Bei einer Mobile App handelt es sich um eine Applikation für mobile Endgeräte, darunter fallen Smartphones und Tablets. Der Begriff Mobile App deklariert demnach  für welche Gerätetypen die Applikation entwickelt wurde. Einmal heruntergeladen, ermöglichen Apps eine verzögerungsfreie Nutzung.

Die Umsetzung einer Mobile App kann sowohl als Native App, Web-App oder Hybrid-App erfolgen. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, die sich in ihren jeweiligen Möglichkeiten, der Usability und den Qualitätsansprüchen unterscheiden.
 

Native App

Native Apps werden plattformabhängig entwickelt. Das bedeutet, dass sie in der Programmiersprache und in der Entwicklungsumgebung entwickelt wurden, mit der das Betriebssystem läuft. Da jedes Betriebssystem (Android, iOS, Windows Phone) seine eigene Programmiersprache und Entwicklungsumgebung hat, führt dies zwangsläufig dazu, dass eine Native App für jedes Betriebssystem separat entwickelt werden muss. Soll z.B. für iOS eine App programmiert werden, so geschieht dies in der Programmiersprache Objective-C bzw. dem aktuelleren Swift, die benötigte Entwicklungsumgebung ist xCode. Möchte man diese App nun auch Nutzern von Android zugänglich machen, ist die Programmierung einer separaten App in der Programmiersprache Java und der Entwicklungsumgebung Android SDK nötig.

Zwar bedeutet die Entwicklung von drei eigenständigen Apps einen erheblichen Mehraufwand gegenüber der Programmierung einer Hybrid App, gewährleistet jedoch auch die optimale Darstellung und Nutzung auf dem mobilen Endgerät. Außerdem ist der kompromislose Zugriff auf die Hardware (z.B. Kamera, GPS) des Gerätes möglich.
 

Web Applications

Bei einer Web Application handelt es sich um eine Website, die sich in ihrem Aussehen und ihrer Handhabung an einer Native App orientiert. Sie wird jedoch über den Browser aufgerufen und nicht aus dem App Store geladen.

Ein großer Vorteil der Web App ist, dass sie, obwohl nur einmalig programmiert, für alle mobilen Endgeräte zugänglich ist. Web Apps haben jedoch nicht die Möglichkeit auf die Hard- und Software des mobilen Endgeräts zuzugreifen. Somit ist die Nutzungen von z.B. der Standortfunktion oder des Mikrofons nicht möglich.
 

Hybrid-Apps

Zur Erstellung einer Hybrid-App wird eine Web-App in HTML, CSS und Java programmiert und im Anschluss in eine Native-Browser-App eingebettet. Durch diesen Trick ist es möglich, mit weitaus geringerem Aufwand als beim Programmieren von Native Apps, mehreren Betriebssystemen den Zugriff auf die App zu gewährleisten.

Anders als bei einer Web-App ist es möglich mittels Framework auf die Hard- und Software der meisten mobilen Endgeräte zuzugreifen. So können beispielsweise Ortungsdienste oder die Kamera genutzt werden. Bislang weist diese Vorgehensweise jedoch noch große Lücken auf, wodurch die Nutzung der Soft- und Hardware nicht auf allen Endgeräten gewährleistet werden kann. Ebenso wie Native Apps werden Hybrid-Apps aus dem App Store geladen.